Vorsorge für Angestellte

Als niedergelassene Ärztin bzw. niedergelassener Arzt beschäftigen Sie oft auch eine Ordinations- oder Sprechstundenhilfe.

Es ist kaum bekannt, dass Ihnen – wie jedem anderen Unternehmer auch – die Möglichkeiten der betrieblichen Vorsorge zur Verfügung stehen. Diese bietet eine kostengünstige Ergänzung bzw. Alternative zu einer klassischen Gehaltszahlung. Da in vielen Fällen Familienangehörige die Funktion der  Ordinations- oder Sprechstundenhilfe übernehmen, kann das doppelt interessant sein: Sie sparen sich Lohnnebenkosten und Ihre Angehörigen profitieren von einer ergänzenden betrieblichen Vorsorge.

Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:


Steuerfreie Zukunftssicherung

Dies ist die attraktivste Form einer Vorsorge, und zwar gleichermaßen für Arbeitgeber und Mitarbeiter.
Sie als Arbeitgeber schließen für alle Mitarbeiter – und „alle“ kann auch nur eine Person sein – einen Versicherungsvertrag ab.

Das kann eine Lebens-, Kranken-, Unfall- oder auch eine Pensionsversicherung sein.
Die Leistungen aus diesem Vertrag erhalten Ihre Mitarbeiter bzw. deren Hinterbliebene direkt vom Versicherer. 

Vorteile für den Arbeitgeber:

  • Die Prämien sind eine sofortige Betriebsausgabe.
  • Es fallen keine Lohnnebenkosten an.
  • Der Vertrag endet bei Austritt des Mitarbeiters.

Vorteile für den Mitarbeiter:

  • Sofortiger Versicherungsschutz ohne jeglichen Aufwand.
  • Zahlungen des Arbeitgebers sind kein lohnsteuerpflichtiger Bezug und
  • frei von Sozialversicherungsabgaben.
  • Kapitalleistungen aus diesen Verträgen sind ebenfalls steuerfrei.

Eine Steuerfreie Zukunftssicherung ist daher immer günstiger als eine vergleichbare Gehaltserhöhung.

Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) / Pensionskasse (PK)

Eine Firmenpension ist eine ideale und auch notwendige Ergänzung zur staatlichen Pension. Dabei zahlt der Arbeitgeber monatliche Beiträge an eine Betriebliche Kollektivversicherung bzw. eine Pensionskasse. Bis zu 10 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme geht das völlig steuerfrei und auch ohne Lohnnebenkosten. Die Betriebliche Kollektivversicherung bzw. die Pensionskasse veranlagt die Beiträge und zahlt in späterer Folge eine Alterspension bzw. eine Hinterbliebenenpension an den Mitarbeiter aus.

Welchen Vorteil hat das für Arbeitgeber?

  • Beitragszahlungen sind steuermindernder Betriebsaufwand.
  • Die Beiträge sind frei von Lohnnebenkosten – rund 30 % Kostenersparnis im Vergleich zur Lohnzahlung.
  • Motivation und Wertschätzung der Mitarbeiter.
  • Kosten sind klar kalkulierbar
  • So gut wie kein Verwaltungsaufwand.

Was hat ein Mitarbeiter davon?

  • Vom Arbeitgeber finanzierte Zusatzpension.
  • Garantierte Pensionshöhe im Modell der Betrieblichen Kollektivversicherung..
  • Erhöhung der Pension durch freiwillige Eigenbeiträge – z.T. mit staatlicher Förderung (§108a EStG) möglich
  • Insolvenzschutz – leistungsberechtigt sind nur Mitarbeiter bzw. deren Hinterbliebene.
  • Keine Steuer und Sozialabgaben während der Ansparphase.